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Cold Brew Tee: Zubereitung, Sorten und Sicherheit

12. September 2026
Cold Brew Tee: Zubereitung, Sorten und Sicherheit

Cold Brew Tee ist ein kalt extrahierter Aufguss, im Japanischen als Mizudashi bekannt, der mehrere Stunden im Kühlschrank zieht statt in kochendem Wasser. Das Ergebnis schmeckt milder und deutlich weniger bitter als heiß aufgebrühter Tee, weil sich weniger Gerbstoffe lösen. Geeignet sind vor allem Grün, Schwarz, Weiß und Oolong, meist mit Ziehzeiten zwischen 6 und 14 Stunden.


Kurz gesagt:

  • Cold Brew Tee enthält aufgrund der langen Ziehzeit im kalten Wasser mehr Theanin und weniger Koffein sowie Gerbstoffe im Vergleich zu heiß aufgebrühtem Tee.
  • Für Cold Brew eignen sich hauptsächlich qualitativ hochwertige Grün-, Weiß-, Schwarz- und Oolong-Tees, während Frucht- und Kräutertees vorher heiß aufgebrüht werden sollten.
  • Die optimale Ziehzeit liegt bei 6 bis 14 Stunden im Kühlschrank, wobei die Dauer den Geschmack und die Stärke maßgeblich beeinflusst.
  • Die Zubereitung im Kühlschrank ist hygienisch sicherer und empfiehlt sich, weil dann das Bakterienwachstum deutlich reduziert wird.
  • Fertigen Cold Brew Tee sollte man innerhalb von 24 bis 48 Stunden konsumieren, um Frische und Aroma zu gewährleisten.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist Cold Brew Tee? Herkunft und die Wissenschaft der Extraktion

Die Methode stammt aus Japan und heißt dort Mizudashi, wörtlich „kaltes Herausziehen“. Statt heißem Wasser nutzt man kaltes oder zimmerwarmes Wasser und lässt den Tee über Stunden ziehen, meist zwischen sechs und vierzehn Stunden im Kühlschrank.

Kälte verändert, was aus dem Blatt gelöst wird. Bittere Gerbstoffe und ein Teil des Koffeins lösen sich bei niedrigen Temperaturen deutlich langsamer als bei kochendem Wasser. Theanin, die Aminosäure, die für den weichen, leicht süßlichen Geschmack sorgt, geht dagegen recht bereitwillig in Lösung. Das Ergebnis: Cold Brew enthält tendenziell mehr Theanin und weniger Koffein sowie weniger EGCG als der heiß aufgebrühte Aufguss derselben Sorte.

Wichtig ist die Abgrenzung zu abgekühltem heißem Tee. Wer einen normalen Aufguss kocht und dann kalt stellt, bekommt einen anderen Geschmack:

  • Heiß gebrühter Tee, der abkühlt, bleibt in seinem Bitterstoffprofil unverändert.
  • Cold Brew entsteht durch die Ziehzeit im kalten Wasser selbst, nicht durch Abkühlen danach.
  • Nur die kalte Extraktion verändert, welche Stoffe überhaupt gelöst werden.

Welche Tees eignen sich für Cold Brew, und wo liegen die Grenzen?

Nicht jede Teesorte ist für den Kaltaufguss gemacht. Echte Tees aus der Camellia sinensis Pflanze funktionieren zuverlässig, weil ihre Verarbeitung das Keimrisiko reduziert:

  • Grüntee: mild, floral, oft der Klassiker für Anfänger
  • Weißtee: sehr zart, verträgt lange Ziehzeiten ohne bitter zu werden
  • Schwarztee: kräftiger, funktioniert auch bei kürzeren Ziehzeiten gut
  • Oolong: aromatisch komplex, je nach Fermentationsgrad blumig bis malzig

Frucht- und Kräutertees sind ein anderes Thema. Diese Mischungen enthalten oft getrocknete Kräuter, Blüten und Fruchtstücke, die nicht denselben Verarbeitungsprozess durchlaufen wie echter Tee. Aus hygienischen Gründen sollten Frucht- und Kräutertees vor dem Kaltansatz erst mit heißem Wasser aufgebrüht und dann abgekühlt werden. Das Keimrisiko bei nur kalt angesetzten Kräutern ist schlicht höher.

Bei der Frage Teebeutel gegen losen Tee gibt es kein Falsch oder Richtig, nur unterschiedliche Prioritäten. Teebeutel sind schneller portioniert und praktisch für unterwegs, loser Tee erlaubt feinere Dosierung und liefert oft mehr Aromatiefe, weil größere Blattstücke langsamer, aber vollständiger extrahieren.

Profi-Tipp: Testen Sie eine neue Sorte immer erst mit einer kleinen Menge Wasser über Nacht. So finden Sie die persönliche Wohlfühlkonzentration, bevor Sie einen ganzen Liter ansetzen.

Wie bereitet man Cold Brew Tee zu Hause zu?

Das Grundprinzip ist immer gleich: Tee, kaltes Wasser, Zeit, Kühlschrank. Ein solides Basisrezept liegt bei 10 bis 14 Gramm losem Tee pro Liter Wasser, bei Beuteltee reicht meist ein Beutel pro 250 bis 300 Milliliter.

Full Immersion, die Standardmethode:

  1. Tee oder Teebeutel in eine Karaffe oder Flasche geben.
  2. Mit kaltem, gefiltertem Wasser auffüllen.
  3. Abdecken und sofort in den Kühlschrank stellen.
  4. Nach der sortenabhängigen Ziehzeit den Tee absieben oder die Beutel entfernen.
  5. Kalt servieren oder im Kühlschrank aufbewahren.

Kōridashi, die Eis-Methode: Hier legt man den Tee direkt auf Eiswürfel oder Crushed Ice und lässt das Schmelzwasser die Extraktion übernehmen. Das Ergebnis ist ein sehr konzentrierter, intensiver Aufguss, weil kaum verdünnt wird, ideal für kräftige Grüntees, die man später mit Wasser streckt.

Cold Drip, die aufwändigere Variante: Dabei tropft Wasser über Stunden langsam durch den Tee, ähnlich wie bei einer Colt-Dip-Kaffeemaschine. Diese Methode liefert besonders klare, eintönige Aromen, braucht aber spezielles Equipment und Geduld. Für den Alltag reicht Full Immersion völlig aus.

Wie lange sollte Tee für Cold Brew ziehen?

Die Ziehzeit entscheidet über Stärke und Bitterkeit mehr als jeder andere Faktor. Als Orientierung:

  • Grüntee: 2 bis 4 Stunden für zarte Sorten, bis zu 6 Stunden für kräftigere
  • Weißtee: 6 bis 10 Stunden, da die Blätter sehr fein und langsam extrahieren
  • Oolong: 6 bis 10 Stunden, je nach Fermentationsgrad
  • Schwarztee: 8 bis 12 Stunden für vollen Körper

Bei feinen, stark gebrochenen Blattpartikeln, wie sie bei manchen japanischen Grüntees vorkommen, reichen oft schon 8 bis 10 Gramm pro Liter, weil die größere Oberfläche schneller Aroma abgibt. Bei ganzen Blättern darf man ruhig etwas großzügiger dosieren.

Schmeckt der erste Versuch zu schwach, verlängern Sie die Ziehzeit um zwei Stunden statt mehr Tee hinzuzufügen, das schont die Balance zwischen Süße und Kraft. Schmeckt er zu stark oder leicht bitter, hilft Verdünnen mit Wasser oder Eis mehr als eine kürzere Ziehzeit beim nächsten Mal. Der Sweet Spot ist individuell, aber nach zwei oder drei Ansätzen weiß man ziemlich genau, was einem schmeckt.

Wie lange sollte Tee für Cold Brew ziehen? — overview diagram

Ist Cold Brew Tee sicher? Hygiene und Lagerung

Die Temperatur ist hier keine Nebensache, sondern der eigentliche Sicherheitsfaktor. Das Ziehen im Kühlschrank verhindert Bakterienwachstum deutlich besser als bei Raumtemperatur, weshalb sogenannter „Sun Tea“, der in der Sonne auf der Terrasse zieht, nicht empfehlenswert ist.

Statistik-Callout: Die empfohlene Ziehzeit von 6 bis 14 Stunden gilt ausschließlich für die Zubereitung im Kühlschrank, nicht bei Zimmertemperatur.

Für die Sicherheit gelten wenige, aber klare Regeln:

  • Immer im Kühlschrank ziehen lassen, nie auf der Fensterbank oder Terrasse.
  • Frucht- und Kräutertees vorab heiß aufbrühen, dann erst kalt weiterverarbeiten.
  • Fertigen Cold Brew innerhalb von 24 bis 48 Stunden trinken, danach nimmt Frische und Aroma spürbar ab.
  • Schwangere, Kleinkinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten bei selbst angesetzten Kräutermischungen besonders auf die Vorbach-Regel achten.

Welches Zubehör braucht man für Cold Brew Tee?

Eine spezielle Mizudashi-Kanne mit integriertem Sieb spart Zeit, weil man Blätter und Wasser direkt trennen kann, ohne umzufüllen. Cold-Brew-Flaschen mit weiter Öffnung erleichtern das Befüllen mit losem Tee und die Reinigung danach.

Beim Material lohnt sich ein Blick auf Details:

  • Borosilikatglas ist geschmacksneutral und hält auch Temperaturwechsel gut aus.
  • Kunststoffkannen sollten ausdrücklich BPA-frei sein, besonders bei stundenlangem Kontakt mit dem Aufguss.
  • Feine Edelstahlsiebe halten auch kleine Blattbruchstücke zurück und lassen sich leicht spülen.

Wer ohne Umwege starten möchte, findet mit der ETS Cold Brew Tea BIO Kollektion vier Sorten in Bio-Qualität, die speziell für den Kaltaufguss zusammengestellt sind, praktisch für alle, die zuerst testen statt gleich mehrere Kannen loser Tees kaufen wollen.

Welche Rezepte und Serviervorschläge passen zu Cold Brew Tee?

Pur ist Cold Brew schon ein eigenständiges Getränk, aber ein paar einfache Tricks machen den Unterschied zwischen „ganz nett“ und „das will ich wieder“.

  1. Klassiker pur: Cold Brew mit Zitronenscheiben, Gurkenstreifen oder frischer Minze servieren, das bringt Frische ohne zusätzlichen Zucker.
  2. Eiswürfel aus Tee: Eiswürfel aus bereits fertigem Cold Brew verhindern, dass der Aufguss beim Schmelzen verwässert, ein einfacher Trick, der in der Gastronomie oft übersehen wird.
  3. Mit Sprudel: Cold Brew und kohlensäurehaltiges Wasser im Verhältnis 2:1 mischen, dazu einen Spritzer Zitrussaft für mehr Frische.
  4. Mocktail-Basis: Kräftigen Schwarztee-Cold-Brew mit etwas Ingwersirup und Limette mischen, für Gäste eine unkomplizierte alkoholfreie Alternative.

Profi-Tipp: Wer öfter Mixgetränke serviert, findet bei Rezeptideen für Gin-Cocktails Anregungen für Mischverhältnisse, die sich problemlos auf Tee-Mocktails übertragen lassen.

Cold Brew eignet sich außerdem gut als zuckerarme Alternative zu klassischen Limonaden im Sommer, ganz ohne künstliche Süße, aber mit echtem Aroma.

Warum lohnt sich Cold Brew Tee im Alltag?

Ich greife privat am liebsten zu Oolong und einem milden japanischen Grüntee, weil beide bei kalter Extraktion ihre bittersten Kanten verlieren und trotzdem Charakter behalten. Wer neu einsteigt, macht mit der ETS Cold Brew Tea BIO Kollektion wenig falsch, vier Sorten zum direkten Vergleich. Probieren Sie ruhig eine Sorte pro Woche durch, bis Sie Ihren eigenen Favoriten gefunden haben.

— Christopher

Wo bekommt man guten Cold Brew Tee und passendes Zubehör?

Lando's führt mit der ETS Cold Brew Tea BIO Kollektion vier aufeinander abgestimmte Bio-Sorten, die speziell für den Kaltaufguss ausgewählt wurden, praktisch für alle, die nicht erst mühsam einzelne Tees zusammensuchen wollen.

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Wer lieber loser Tee mag statt fertiger Beutel, findet in der Kategorie Tee und Kaffee weitere Sorten, darunter auch Oolong in Bio-Qualität, der sich für Cold Brew besonders gut eignet. Für Serviervorschläge mit Sprudel lohnt sich zudem ein Blick auf weitere Getränke, und wer den Aufguss stilvoll servieren möchte, wird in der Tischkultur fündig, von passenden Karaffen bis zu Gläsern. Der Laden in Titisee bietet die Produkte auch zum direkten Anschauen vor Ort, wer online bestellt, kann zwischen mehreren Versandoptionen wählen. Legen Sie Ihre erste Kollektion einfach in den Warenkorb und starten Sie noch heute mit dem ersten Ansatz im Kühlschrank.

Quellen

Die Angaben zu Ziehzeiten, Dosierung und Hygiene stammen unter anderem von Tee-Magazin.de, STERN.de, Leafed.de und Teekanne, jeweils mit praxisnahen Zubereitungsdaten.

FAQ

Welcher Tee eignet sich für Cold Brew?

Grüntee, Weißtee, Schwarztee und Oolong funktionieren zuverlässig, weil ihre Verarbeitung das Keimrisiko senkt. Frucht- und Kräutertees sollten vorher heiß aufgebrüht werden.

Ist Cold Brew Tee gesund?

Cold Brew enthält meist mehr Theanin und weniger Koffein und Gerbstoffe als heißer Tee, gilt zudem als zuckerarme Alternative zu Limonade. Ein Ersatz für ausgewogene Ernährung ist er dennoch nicht.

Wie funktioniert Cold Brew Tee?

Tee zieht mehrere Stunden in kaltem Wasser im Kühlschrank, meist zwischen 6 und 14 Stunden je nach Sorte. Dabei lösen sich weniger Bitterstoffe als bei heißem Aufguss.

Kann man Cold Brew Tee auch warm aufgießen?

Nein, das widerspricht dem Prinzip: Die kalte Extraktion sorgt gerade für den milden Geschmack. Wer den Tee heiß aufbrüht, erhält einen klassischen Aufguss mit anderem Aromaprofil, keinen Cold Brew.

Wie lange ist fertiger Cold Brew Tee haltbar?

Im Kühlschrank gelagert schmeckt Cold Brew innerhalb von 24 bis 48 Stunden am besten. Danach lässt die Frische merklich nach, auch wenn er meist noch trinkbar bleibt.

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